Wandbild in Acryl

Auf Instagram entdeckte ich den Hinweis, dass Saal Digital Tester für seine Wandbild-Produkte sucht. Ich habe mich beworben, wurde ausgewählt und meinen Bericht gibt es jetzt hier zu lesen. Saal Digital ist mir nicht unbekannt. Hier lasse ich ausschließlich meine Fotoabzüge anfertigen und habe als Alternative FineArt Prints ausprobiert.

Bisher war die Saal Design Software meine Schaltzentrale. Erst jetzt, im Rahmen dieses Testes, habe ich gesehen, dass man außerdem auch Apps für Android und iOS sowie Erweiterungen für Photoshop und InDesign (CS6 und CC) anbietet. Ich entscheide mich wie gehabt die Design Software zu verwenden, möchte aber spaßeshalber die Installation des Plugins über Creative Cloud unter Mac OS X ausprobieren.

Was für ein dummer Gedanke! Am Anfang läuft alles wie beschrieben: Synchronisation auf EIN überprüfen, Erweiterung auswählen und eigentlich sollte nach kurzer Zeit das Plugin in Photoshop CC zu finden sein. Durch Zufall entdecke ich den Hinweis, dass die Installation fehlgeschlagen ist. Mein Hilfesuchen im Adobe Content bringt mich nicht wirklich weiter. Erst die gezielte Suche nach einer nichtidentifizierbaren Fehlermeldung bringt mir die erhoffte Lösung: Die Creative Cloud App beenden, anschließend Neustart der App, mich abmelden, um mich wieder anzumelden. Siehe da, das Plugin ist da!

Mir ist es an der Stelle egal, wer „Schuld“ an dem Tohuwabohu trägt. Ich kann mir vorstellen, dass andere Mac OS- und Adobe CC-Nutzer vielleicht auf ein ähnliches Problem stoßen. In der Hoffnung das Google diesen Beitrag anzeigt, soll ihnen das eher erfolglose Durchstöbern der offiziellen Hilfsquellen erspart bleiben.

Weiter mit dem Wandbild-Test: Ich möchte von Saal Digital eine Analogarbeit drucken lassen. Da mir Leinwanddrucke und deren Wirkung hinlänglich bekannt sind, schwanke ich zwischen Alu-Dibond und dem GalleryPrint. Verlockend klingt der Butlerfinish Look, erzielt durch die gebürstete Alu-Oberfläche. Aufgrund des Hinweises über deren Tiefenwirkung entscheide ich mich letztendlich für die Acrylglas-Variante.*

Um später beim Aufhängen keine Experimente einzugehen, wähle ich in der Design Software eine entsprechende Halterung (hier Standard: Klebe-Pads plus zwei Abstandshalter für unten) und füge meine Vorlage als Hintergrundbild in die selbstgewählte Acrylglas – Größe 30 x 40 cm ein. Damit wäre meine Gestaltung des Wandbildes fertig.

Dienstag Nachmittag geht die Bestellung an Saal Digital raus, Mittwoch Mittag bekomme ich via Mail die Info, dass der Druck verschickt wurde und am Donnerstag Nachmittag halte ich ihn in der Hand. Am nächsten Tag, die Sonne scheint und die Schutzfolie auf der Vorderseite des Acrylglases ist entfernt, entfaltet die Arbeit einen neuen, ganz eigenen Charme. Dieser beinahe schon WOW-Effekt ist mir bereits beim vergrößerten Leinwanddruck eines Lithprints aufgefallen. Insgesamt fehlt mir etwas die Sepia-Nuance in den dunklen Partien der Blüte, die im Wandbild etwas kräftiger ausfallen. Aber irgendwo muss es Unterschiede zwischen dem Unikat aus meiner Dunkelkammer und dieser Reproduktion hinter Acrylglas geben.

Ich muss mich von dem Gedanken trennen, das Saal Digital ein Fotolabor ist. Über die Jahre hat man sein Spektrum erweitert und bietet diese Produkte in derselben Qualität an, wie ich sie von den Fotoabzügen her kenne. Geblieben sind auch die kurzen Fertigungszeiten und schnelle Lieferung. Und gibt es doch einmal ein Problem, lässt sich dies per Chat bis hin zum klassischen Telefonat lösen.

Danke, dass ich an diesem Test teilnehmen durfte!

* Saal Digital bietet Mustersets an. Wer keine Vorstellung von den Materialien und der Wirkung ihrer Oberflächen auf ein Bild hat, sollte vielleicht darauf zurückgreifen.

Autor: Marvin F.

Marvin F. wuchs als Einzelkind in der Mitte eines Landes auf, dass es heute nicht mehr gibt. Er war Sonderschüler an der Waldorfschule und hat im Singen und Klatschen ein Sehr Gut ertanzt. Derart gut vorbereitet für das weitere Leben fühlt sich Marvin F. absolut berufen und wird Künstler. Zwar beginnt er ein Kunst- und Philosophiestudium, bricht es aber nach fünf Jahren im ersten Semester ab. Sein seelisch-schwerer Stil und die Art und Weise, wie dilettantisch er seine Bilder entwirft und letztlich zu Papier bringt, brachte ihm den Titel 'Meister des fotounrealistischen Depressionismus' ein. Auf seine Zukunft angesprochen, berichtet Marvin F. in einem Interview im April 2017, dass er ein Studium an der Wikipedia-Akademie aufgenommen hat und hofft in ein paar Jahren erfolgreich mit dem Bachelor of Wiki abschließen zu können.