Vita

Ronald Puhle a.k.a. Marvin Feinbub

Marvin F. ist in Berlin geboren, hat seitdem kaum die Stadt verlassen und arbeitet heute in einem kleinen Atelier im Nordosten der Stadt. Er ist das, was man einen Quereinsteiger nennt: Gelernter Beruf und heutige Berufung haben wenig gemein. F. selbst bezeichnet sich als Dilettant und Autodidakt. In gebildeten Fachkreisen wird er als ‚Meister des fotounrealistischen Depressionismus‘ verehrt.

Marvin F. nennt sich Das Held & Lichtbildprophet, eine gewagt-provokante aber eher satirisch zu deutende Bezeichnung seiner Person. Seine Arbeiten wandeln zwischen klassischer und moderner Fotografie für die Massen, als auch um die Experimente der Surrealisten und des Piktorialismus. Die Werke betrachtet F. weitestgehend als ein Zufallsprodukt, das sich mehr oder minder deutlich aus den Unwägbarkeiten bildgebender Prozesse hervor tut. Zufälle und Fehler, die ganze Palette des Imperfekten, spielen genauso wie die Vergänglichkeit im Allgemeinen für F. eine zentrale Rolle. Der geneigte Betrachter feinbubscher Werke soll erkennen können, wie ein Bild entstanden und dass es auf vielschichtige Weise endlich ist. Zu einigen der hier ausgestellten Arbeiten äußert Marvin F. seine persönliche Sicht. Den Betrachter sollen jedoch diese Worte nicht von seinen ureigenen Gedanken ablenken, da F. Äußerungen kaum Ernst zu nehmen sind.

„Was ich erschaffe und vor allem wie ich es erschaffe, ergibt nur für mich allein einen Sinn. Ich lasse Prozesse laufen, gehe mit mir ins Gericht und bestimme den Zeitpunkt, wann das vorläufige Ende erreicht ist. Danach suche ich für mich nach einer Erklärung.“

Unter seinem bürgerlichen Namen ist Marvin F. jahrelang auch als Freier Autor tätig. Seine Beiträge zur Fotografie, digitalen Bildbearbeitung sowie rund um den Apple-Computer erschienen in großen deutschen Fachzeitschriften. Die letzten Jahre liegt sein Fokus vor allem auf der Analogfotografie.

„Sich der experimentellen Seite der Fotografie zuzuwenden ist ganz einfach: Man muss lediglich in den vielen schlauen Werken nachlesen, was man tunlichst zu unterlassen hat, hinterfragt vielleicht noch das Weshalb, um es dann – verbotener Weise – genau so – falsch – zu tun.“

Andere über Ronald Puhle a.k.a. Marvin F.

dk auf Scoptophilia
Ronald Puhle is German, lives in Berlin and is born in 1963. He covers a lot of styles and is not, as most of „artists“, stuck to one an only. So, it’s normal that I had to make his choice among the large amount of images he produces and finds one of these styles more in agreement with my own tastes. Here’s a selection of his pictures I like. But I encourage everyone to click here or there to explore more of his visual universe. Maybe your choice will be different. I love the humanity flavor of the ones above.

Ronald über Marvin
Was wohl die Mehrheit als Effekte und Störungen, unsauber, unvollkommen und als Dilettantismus bezeichnet, ist für Marvin eine naturgegebene Summe an Möglichkeiten, eine Idee in zahllosen Varianten darzustellen.

Harmonie, klare Linie, Ästhetik ist so etwas wie der Mittelwert der genannten Möglichkeiten: Einfach, schön, geradeaus gedacht, bequem und damit für Marvin keine Herausforderung. Was Marvin tut und hier zeigt, ist für ihn schon so etwas wie Kunst: Das gelernte und gesammelte Wissen einfach loslassen und erst am Ende schauen, was dabei herauskommt.

Anita Schain
Seine Arbeiten zeigen eine im postmodernen Sinne fingiert-ursprüngliche, bewusst ungeschliffene Fotografie abseits des Mainstreams. Der forcierte technische Makel kommt bei vielen seiner Fotografien im Sinne eines Ausreißers effektvoll zur Geltung.

Publikationen

Seit 2001 ist Ronald Puhle a.k.a. Marvin F. nebenberuflich als freier Autor tätig. Erste Artikel sind im fotoMAGAZIN erschienen. Es folgten Beiträge unter anderem in der DigitalPHOTO, Mac Life, Foto Praxis und auf macnews.de. Themenschwerpunkte der Autorentätigkeit sind die Fotografie, Bildbearbeitung und -verwaltung, MacOS X und Apple.

Insgesamt vier Bücher hat Ronald Puhle verfasst und sind veröffentlicht worden. Auch hier standen die Themen MacOS X und Netzwerke, digitale Fotografie und Bildbearbeitung sowie das Fotografieren mit dem Smartphone (iPhone) im Vordergrund.

In den letzten Jahren lag der Fokus auf das Schreiben von Artikeln zur Analogfotografie. Diese Beiträge sind fast ausschließlich im Data Becker Zeitschriftenverlag erschienen, dessen Geschäftsbetrieb Anfang 2014 eingestellt wurde. Ab 2014 sind Artikel in der PhotoKlassik – Das Magazin für aktuelle analoge Fotografie erschienen, die ebenfalls die Analogfotografie zum Thema haben.

Andere Arbeiten (3D Grafiken und Fotografien) waren Gegenstand in verschiedenen Publikationen, wie zum Beispiel CD- und Buch-Cover oder als Titelbild in Magazinen. Des Weiteren wurden überwiegend fotografische Arbeiten in Einzel-Ausstellungen gezeigt:

Pixelwaisen – Geschäftsstelle des Bundesverband – Humanistischer Verband Deutschlands,
Die Nackten von nebenan – ehemals Atelier Flackerlight – Sybelstr. Berlin,
Familienalbum – Geschäftsstelle der Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor e.G.,
Tiefen, Mitten & Lichter – Solitaire Galerie – Berlin-Pankow,
drei.FÜNF – Geschäftsstelle der Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor e.G. und
Handarbeiten – Geschäftsstelle der Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor e.G..

Veröffentlichungen in Print-Medien (Auswahl)

Farbige Experimente
PhotoKlassik, S. 84-87, 2.2016

Vernon Trent – Magier der Schatten
PhotoKlassik, S. 63-69, 2.2016

Nancy Eichler – Sanfte Provokation
PhotoKlassik, S. 80-85, 1.2016

Dunkle Experimente
PhotoKlassik, S. 52-55, 1.2016

Lithprinting
PhotoKlassik, S. 84-87, 4.2015

Gedruckte Negative
PhotoKlassik, S. 66-69, 2.2015

Film Washi – Asiatischer Negativträger mit Struktur
PhotoKlassik, S. 64-65, 2.2015

SPUR UFP – Einer für Alles
PhotoKlassik, S. 74-75, 1.2015

SPUR Ultraspeed Vario – Filmentwicklung: Push & Pull mit Kontraststeuerung
PhotoKlassik, S. 64-67, 4.2014

Ein Anfang und kein Ende
Foto Praxis Extra, S. 8-13, 2013

Filme kreativ entwickeln
Foto Praxis, S. 62-66, 2013

Zeitlos und emotional
Foto Praxis, S. 54-61, 2013

Analog ist nicht tot
fotoPRO, S. 46 – 54, 2012

Analoges optimal digitalisieren
Foto Praxis, S. 74 – 76, 2012

Analogfotografie im digitalen Zeitalter
Foto Praxis, S. 68 – 73, 2012

u.v.m.

Ronald Puhle alias Marvin Feinbub, Foto: Katrin S.

Wer sich selbst zu Ernst nimmt, der hat bereits verloren!
Foto: Katrin S.