Sie wird ein Stellenvorschlag vom Februar angeboten

Sehr geehrte(r) ****** *****,
unser Unternehmen ist eine neuartige und kundenorientierte Firma, die einen hohen Lohn und eine Menge Vorteile für die Mitarbeiter anbietet. Der Schwerpunkt Ihrer Arbeit ist die Finanzoptimierung und Trading mit Coins. Jedermann kann bei uns ohne Vorkenntnisse sofort beginnen Geld zu verdienen.

Unsere Gesellschaft bietet Ihnen einen lukrativen Zusatzverdienst bis zu 4500 Euro monatlich an, bei nur wenigen Arbeitsstunden pro Woche. Ihre Arbeitszeit ist variabel und kann Ihren Wünschen angepasst werden. Der Arbeitnehmer hat keine eigenen Ausgaben und muss keine technische Fähigkeiten mitbringen.

Ihre Aufgabe ist es die Bitcoins für unsere Kunden zu erwerben, das Geld dafür überweisen wir Ihnen im Voraus und die Provision von 20 Prozent behalten Sie gleich ein.

Wenn Sie Interesse haben, wollen wir Sie kennenlernen.
Hierzu mailen Sie uns eine Email an: lovellblackey322056@aol.com

In Erwartung Ihrer Antwort
Frank GmbH

Sehr geehrte Frank GmbH,
das Warten hat sich echt gelohnt. Endlich bietet Ihre Firma mir den Jb, den ich schon lange mehr als verdient habe: Wenig Arbeit, viel Geld und überhaupt keine Ahnung haben müssen. Denn wenn ich etwas perfekt beherrsche, dann ist es Dummsülz und dafür gierig die Hand aufhalten. Da spielt es bestimmt auch keine Rolle, dass ich nicht weiß was ‚Trading mit Coins‘ ist und wie ich mir Bitcoins erschleiche. Ich hoffe doch dies ist nichts Unanständiges, denn Sie sollten wissen, dass ich kein Mann für eine Nacht bin.

Nur eine Sache bereitet mir echtes Kopfzerbrechen. Ihr sucht geldgeile Idioten. Doch das müssen offenbar echte Vollidioten sein, denen überhaupt nicht auffällt, dass Euer Absender irritierender Weise noreply@arbeitsagentur.de lautet, die Antwort aber an so eine billige AOL-Adresse gehen soll. Also vor 20 Jahren war eine AOL-Mailadresse echt elitär. Aber heute nutzen das nur noch Drogendealer, Warmduscher, Solosex-Praktizierer, Zuhälter und offenbar auch Pfeifenköpfe wie ihr.

Ich erwarte Ihre Antwort,
Das Held Marvin

Autor: Marvin F.

Marvin F. wuchs als Einzelkind in der Mitte eines Landes auf, dass es heute nicht mehr gibt. Er war Sonderschüler an der Waldorfschule und hat im Singen und Klatschen ein Sehr Gut ertanzt. Derart gut vorbereitet für das weitere Leben fühlt sich Marvin F. absolut berufen und wird Künstler. Zwar beginnt er ein Kunst- und Philosophiestudium, bricht es aber nach fünf Jahren im ersten Semester ab. Sein seelisch-schwerer Stil und die Art und Weise, wie dilettantisch er seine Bilder entwirft und letztlich zu Papier bringt, brachte ihm den Titel 'Meister des fotounrealistischen Depressionismus' ein. Auf seine Zukunft angesprochen, berichtet Marvin F. in einem Interview im April 2017, dass er ein Studium an der Wikipedia-Akademie aufgenommen hat und hofft in ein paar Jahren erfolgreich mit dem Bachelor of Wiki abschließen zu können.