razgovorchivyj’s Meine Liebe, sind Sie in Ordnung? Sie haben meine Briefe lesen?

Guten abend meine mann. Sehr schon sie zu treffen. Ich hoffe, dass sie nicht diese liebe ausmacht. Dies ist mein erster Brief an Sie. Ich mochte Ihnen, es war schon zu lesen. Jetzt bin ich allein und es ist ein ganz normales madchen. Ich mochte mit ihnen zu kommunizieren und erhalten sie besser kennen zu lernen. Ich habe nur ernsthaft uber unsere liebe. Ich bin auf der suche nach ernsthaften und dauerhaften Beziehung. Ich hoffe, dass Sie nicht darauf bestehen, dass ich ihnen ein foto geschickt, wo ich nackt bin. Unsere Korrespondenz zu diesem thema abgeschlossen sein wird. Ich denke, dass es interessant ist, mit mir zu plaudern und dich auch, schreiben Sie mir. Senden sie ihre fotos. Ich hoffe, dass sie mir schreiben und meine pishlesh Bilder hinzufugen. Wenn Sie nicht daran interessiert sind, konnen sie nicht antworten. Ich werde klar sein. Aber ich hoffe, dass ihr mir alle die gleiche Antwort. Details seines lebens werde ich spater schreiben. Liudmila.

Keine Nacktbilder, wie langweilig. Die Nummer kenne ich schon. Interessant: Was sind pishlesh-Bilder? Pish (englisch) – Pinkeln! Lesh (albanisch) – Fell oder Schamhaare). Jetzt wird es richtig pervers! Nicht nur ein Sprachkauderwelsch, es wird auch Mega ordinär: Pinkelnde albanische Schamhaare, mit denen sie mich klar verfugen will! Später, in einem anderen Leben!

Gentleman Marvin antwortet: Hallo du rattenscharfe Liudmila! Kennen wir uns nicht schon? Bist du nicht der picklige Typ aus Clorasil-Werbung? Mal zum Mitmeißeln: Du hast sogenannte elektronische Nachrichten raus, keine Briefe! Für Briefe braucht man Papier. Für Papier müssen Bäume sterben. Und Tintenfische für die Farbe in deinem Federhalter. Der wohl wichtigste Unterschied zwischen deinem elektronischen Müll und einem Brief ist, dass der Brief Porto kostet. Gäbe es nur Briefe und keine e-Mails, dann gäbe es auch diesen schwachsinnigen Text im Weibergewand nicht. Du müsstest dein Geld mit richtiger Arbeit verdienen und ich müsste mir selbst derart blödsinnige Anfragen ausdenken.

Autor: Marvin F.

Marvin F. wuchs als Einzelkind in der Mitte eines Landes auf, dass es heute nicht mehr gibt. Er war Sonderschüler an der Waldorfschule und hat im Singen und Klatschen ein Sehr Gut ertanzt. Derart gut vorbereitet für das weitere Leben fühlt sich Marvin F. absolut berufen und wird Künstler. Zwar beginnt er ein Kunst- und Philosophiestudium, bricht es aber nach fünf Jahren im ersten Semester ab. Sein seelisch-schwerer Stil und die Art und Weise, wie dilettantisch er seine Bilder entwirft und letztlich zu Papier bringt, brachte ihm den Titel 'Meister des fotounrealistischen Depressionismus' ein. Auf seine Zukunft angesprochen, berichtet Marvin F. in einem Interview im April 2017, dass er ein Studium an der Wikipedia-Akademie aufgenommen hat und hofft in ein paar Jahren erfolgreich mit dem Bachelor of Wiki abschließen zu können.