Marina Lonely’s Good afternoon man.

Guten Morgen. Ich hoffe, dass unser Treffen Aufregung sein wird. Mein Name Marina, ich bin 41 Jahre alt. Ich lebe in Syberia, in einem Zentrum des großen Russland. Ich bin kein kleines Mädchen an die schöne Liebesgeschichte zu glauben. Aber ich will geliebt und geliebt werden. Ich möchte mein Leben verändern. Ich arbeite als Buchhalter in einem Reisebüro. Ich reiste nach Griechenland, Türkei, Spanien. Ich spreche Englisch. In der Schule war es erforderlich, Unterricht zu verlangen. Ich glaube nicht, dass es ein Missverständnis zwischen uns gibt. Ich warte auf deine Post. Hochachtungsvoll

Nachdem mich bisher eher die Liga jungscher Weibchen um die 30 Lenze angeschrieben hat, scheint mit Marina eine neue Ära anzubrechen. Jetzt sind es die Damen über 40 die mich begehren. Das ist ja nicht so schlecht für mich. Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, ob das russische Luder auf die Anfertigung eines eigenen Nachwuchses besteht. Mit 41 Jahren sollte dieses Thema abgehakt sein, hoffe ich zumindest. Also ich möchte niemanden schwängern tun, der dem Alter nach eigentlich schon Oma sein könnte. Es ist so eine Kopfsache.

Wenn aber bei Marina bisher ihre Karriere im Reisebüro im Vordergrund und die vielen Reisen im Hintergrund stand, dann könnte sie jetzt ihre biologische Uhr ticken hören und erwartet vielleicht von mir, mein hervorragendes biologisches Erbgut in sie zu verschießen. Das grenzt schon ein wenig an Samenraub zum Wohle Väterchen Russland. Auf alle Fälle macht sie mir in ihrem charmanten Sprachschatz klar, dass wir nicht über Nebensächlichkeiten reden müssen und auf die üblichen Paarungsanbahnungsrituale verzichten können. Marina liebt sich und will sich lieben, sie weiß wie es geht, kennt ihren Text beim Sex und nahm Unterricht auf verlangen.

Ich sollte erst einmal abwarten, wie sich der Verlangenunterricht konkret auf Marinas Libido auswirkt. Nachher bekommt sie einen Anfall von Frigidität und ich muss es selbst über heimliche Solosex-Einlagen kompensieren. Davon bekomme ich Rückenmarkschwund und Fell an den Fingern. Nein Danke! Sollte sich jedoch bei ihr die Wollust steigern und sie zur nimmersatten Nymphe mutieren, dann kann ich Marina immer noch antworten und aus dem Stand die Ehe versprechen. Also Köpfe mit Nägeln machen oder wie man so schön sagt. Ferntrauung per Skype, ein paar tausend Euro nach Russland geschickt, dass sie zu mir ins schöne Deutschland fliegen kann.

Und wenn sie dann endlich hier ist, nicht gestorben ist, dann vögeln wir noch heute sinnlos rum … oder auch nicht!

Autor: Lichtbildprophet

Marvin F. ist Popstar, Großmeister und Genie des ‚Fotounrealistischen Depressionismus‘. Für seine kreativen Leistungen um das Lichtbild und Wort wurde ihm von der Kunst-Weltorganisation der Titel ‚Das Held‘ und ‚Lichtbildprophet‘ angetragen.

Weitere Informationen zur Person Marvin F. entnehmen Sie bitte seiner Vita.