DeepL beraubt mich meiner Kunst!

Meine Rubrik Zur Kenntnis genommen verwirrt, wird zu 99% überhaupt nicht verstanden. Eine Angebetete war sogar der Meinung, ich würde mit den Pseudo-Bitches der Scammer Smalltalk betreiben und diesen hier veröffentlichen. Das ist falsch, in dem Punkt ist der Lichtbildprophet Opfer einer Fake-News. Vielmehr sieht es so aus:

Als Spam/Werbung markierte Nachricht, zu 99% in englischer Sprache, schicke ich zwecks Übersetzung durch den Google Übersetzer. Der ist oft so lustig und unverständlich, dass das nervige Anbaggern unbefriedigter russischer Ladies eine skurril-komische Note bekommt. Die Übersetzung wird fett markiert. Darüber mache ich mir in einer kurzen Stellungnahme Gedanken. Normaler Text! Antworte ich ‚öffentlich‘ darauf (keine Mail an den Scammer): Text kursiv! Dieses Wechselbad der Emotionen und meiner Worte habe ich zur Kunstform erklärt. Warum? Weil ich es kann! Das kann man verstehen, muss man aber nicht. Insbesondere, wenn man keine Fantasie besitzt.

Jetzt wird meine heile Kunstwelt bedroht. Von DeepL. Laut Medien wie Golem und Co. soll das Tool deutlich bessere und vor allem verständliche Übersetzungsergebnisse liefern als zum Beispiel mein geliebter Google Translator. Wenn dem so ist, dann ist meine Spam-Kunst existenziell bedroht. Big Google wird es nicht auf sich sitzenlassen, dass da jemand etwas besser kann. Entweder fängt und schluckt die Datenkrake die Macher, oder ein anderer Big Internet-Player nimmt sie für ein nettes Sümmchen vom Markt.

Ich sehe DeepL – für mich und meine Kunst – als eine echte Bedrohung. Wer liest jetzt diese automatenübersetzten Texte, versteht sie und kann darüber minimalistisch Schmunzeln. Wohl kaum einer. Wenn aber fortan DeepL ausländische Sprache in ein fast feines Deutsch übersetzt, dann lesen ja noch weniger Besucher meinen verbalen Scheiß, können noch weniger darüber grinsen. Im Sinne und Auftrag der Kunst: DeepL gehört verboten. Aber so etwas von.

Meine Angst ist nicht unbegründet: Ich habe einen dieser Texte, in dem ein jungfräuliches russisches Teen von ca. vierzig Jahren um meine Gunst buhlt durch DeepL gejagt und vollumfänglich verstanden, was die schöne Maid von mir will. Schöne Scheiße! Was mir vielleicht noch mehr Sorgen bereitet ist die Bequemlichkeit des Menschen. Wenn es wirklich per Automat gelingt, ausländisch in die Muttersprache zu übersetzen, dann gelingt es genauso gut in die andere Richtung. Also, warum soll ich Fremd-Muttersprachen lernen? Das macht doch DeepL viel besser. Und wenn es in Schriftform so gut klappt, dann funktioniert es auch mit dem gesprochenen Wort. Alexa, Siri, Cortana und warum hat sich Google keinen beschissenen Namen für seinen Sprachkasper ausgedacht?

Ich wäre für Sprooze:
Ich: ‚Sprooze, wer ist der größte Künstler des Fotografischen Depressionismus?‘
Sprooze: ‚Der Lichtbildprophet. Du mein göttlicher Großwesir.‘

Autor: Lichtbildprophet

Marvin F. ist Popstar, Großmeister und Genie des 'Fotounrealistischen Depressionismus'. Für seine kreativen Leistungen um das Lichtbild und Wort wurde ihm von der Kunst-Weltorganisation der Titel 'Das Held' und 'Lichtbildprophet' angetragen. Weitere Informationen zur Person Marvin F. entnehmen Sie bitte seiner Vita.

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