Restaurierung versus Momentkopie

Als ich mich das erste Mal ranmachte und eine alte Aufnahme ‚restaurierte‘, tat ich es mit dem Ziel, alle ‚digitalen Register‘ zu ziehen. Im Ergebnis fiel mir die Armut der portraitierten Person auf, was so – im nichtrestaurierten Zustand – nicht zu erkennen war. Diese Erfahrung war so etwas wie ein Schock. Im Nachgang bin ich zukünftig deutlich moderater an die (digitale) Überarbeitung gegangen. Irgendwann habe ich diesen Pfad gänzlich verlassen.

Vor kurzem nahm ich mich ‚fremder‘ Glasplatten-Negativen an und habe davon Kontaktabzüge gemacht.

Das bedeutet nicht, dass ich die eigene Fotografie aufgebe oder aufgegeben habe. Ich möchte auch nicht auf Fotorestaurator oder Vintage-Imitator machen. Das steht mir als Dilettant nicht zu. Ich möchte alten Negativen, sei es von Glasplatte, Planfilm oder was auch immer mit dem Equipment im Offenen Atelier machbar ist, einen späteren Moment eines frühen fotografischen Moments wiedergeben. Nach Jahrzehnten des Dahinvegetierens auf einem Dachboden oder irgendwo in der Ecke eines Kellers, soll das dargestellt werden, was der Träger des fotografischen Negativs unter meinem Belichter noch hergibt.

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Du bist zu alt, du musst draussen bleiben!

Neulich konnte ich wieder meinen altgedienten Mac Pro anschmeißen: Es mussten Videos aus einer iLink-DV-Kamera auf DVD gebrannt werden. Dumm nur, dass ich etwa ein Jahr vorher die alte – seltsam pfeifende – Ur-HD ausbauen und gegen eine neue-alte Festplatte austauschen musste. Bei der Gelegenheit sollte auch die beinahe originale Installation des Betriebssystem nebst der vielen Systemupdates eine Frischzellenkur widerfahren. Seit diesem Tag schnurrt der kampferprobte Mac Pro wie ein zahmes Kätzchen und sprintet beim Start wie ein Jungspunt davon. Alles läuft, außer Apple’s iLife.

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Keine Zeit – So liest sich das Buch

‚Arduino wurde unter anderem auch für Künstler gemacht, damit sie mittels Mikrocontroller kreativ arbeiten können‘ :was für ein niederträchtig-scheinfrommer Wunsch! Elektronik und Programmieren bleibt kryptisch. Node RED?! Genauso ein Möchtegern-Schwachsinn mit dem bedeutungsschwangeren Namen IOT – Internet der Ding -, viel Tamtam, bezahlte Vorschusslorbeeren und außer viel verbalem Dünnpfiff wenig dahinter, weil genauso kryptisch. Dennoch, ich bleibe dran und versuche mich mit dem Uno, Mega und einem Raspberry durch diese verseuchte Mittelerde nach Hobbitland durchzukämpfen.

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Ja ist denn der Dolce Gusto Cappuccino Notstand bei Amazon ausgebrochen? – Update

Ich liebe Cappuccino. Am liebsten den in einer netten Cafeteria, optimalst (richtig, optimalst) von einem italienischstämmigen Einheimischen gebraut. Da aus unterschiedlichen Gründen der Genuss in dieser Form jedoch eher selten vorkommt, bevorzuge ich die Dolce Gusto-Variante.

Oh, oh.

Ich ahne die dunklen Wolken, die jetzt aufziehen: Material und Ressourcenverschwendung, Müllberge und ökologische Katastrophe, teuer und tierisch unfair dem armen Kaffeebauer gegenüber. Steinigt mich ihr Klugscheißer und Besserwisser, ihr oberschlauen im Glashaussitzer. Andere Instantvarianten a la Krüger & Co. haben noch mehr Zucker bei viel weniger Geschmack.

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Bitte melde dich: Wo ist Nadine?

Ich finde es immer wieder erhellend, wonach die Leute suchen beziehungsweise über welche Suchphrase sie hier aufschlagen. Zu Zeiten der Mausmalerei war das eher eine peinliche Nummer. Wenn ich dem Primus unter den Suchmaschinen glauben darf. Danach war mein Blog im Zusammenhang mit der Suche nach einer ‚frau zum schwängern‘ ganz vorn mit dabei. Am Anfang war ich entsetzt. Mein Image als mufflig, fordernd und ewig nörgelnd war in Gefahr. Nachher bin ich als der Rammler von Marzahn verschrien und jede Frau – egal ob jung und alt – springt, um nicht von mir geschwängert zu werden, auf den höchsten Baum, flaniere ich nichts ahnend und ganz unschuldig in der Frauen Nähe auf der Prachtallee herum. Ich musste reagieren und im Interesse meines Brummbbär-Image die Mausmalerei schließen.

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